Supermarkt in Waldwimmersbach

Im Bereich Einkaufen ist Waldwimmersbach nun endlich auf dem Niveau der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts angekommen. Es gibt einen Supermarkt im Gewerbegebiet von Waldwimmersbach. Uns Normalbürger freut das.

Einkaufen können, ohne jedes mal kilometerweit mit dem Auto Sprit verheizen zu müssen. Da freut sich auch die Umwelt. Nicht freut das einige Waldwimmersbacher Unternehmer. Die blockieren aus niederen Beweggründen den Supermarkt, Umgehungsstraßen und andere Facetten moderner Zivilisation. Wie nennt man das soziale Verhalten nochmal, bei dem man einseitig von anderen lebt? Nun ja, bei uns zumindest kommt so ein Boykottaufruf gar nicht erst an. Wir freuen uns über steigende Lebensqualität, nicht über krampfhaft generierte Umsätze von lokalen Einzelhändlern.

 

Geht es auch ohne EINEN Supermarkt?

Nun ja, man kann auch mit nur einem Bein laufen. Aber stellen wir uns doch mal die Situation in einem gut besuchten Supermarkt morgens vor: nur zwei Kassen besetzt und Schlangen von Kunden vor beiden Kassen.  Das kann doch ein kleiner Backwarenstand alleine gar nicht bewältigen. Wer mehr Bevölkerung will, muss die auch versorgen können. Sonst wohnen die eben woanders, soweit die Grundstückspreise oder Mieten das zulassen.

 

Radweg mit Zwischenstopp

Auch gut dabei finde ich, dass nun der Radweg einen Zwischenstopp am Markt bietet, bei dem man nicht erst durch die Hauptstraße in Waldwimmersbach fahren muss.  Für Fahrradfahrer ist die Fahrt durch die Hauptstraße von Waldwimmersbach nach den häufigen, zum Teil schweren Unfällen hier immer wieder ein Sicherheitsrisiko. Hier wird immer noch aktiv verhindert, dass der Verkehr als Ganzes die notwendige Regulierung bekommt. Dabei wäre es ein leichtes, den Verkehr in normale Bahnen zu lenken. Zumindest das Zuparken von Kreuzung, Fußgängerüberweg, Gehweg und Bushaltestelle vorm Bäckerstand wird nun hoffentlich weniger. Denn auch das interessiert hier keinen Verantwortlichen. Die stehen nebst Bürgermeister selbst dort und Parken. Warum sollte man auch am Fahrbahnrand parken, wenn es doch so schöne Gehwege dafür gibt.

Der Unterschied zwischen Können und Wollen

Regulieren will man von Seiten der verantwortlichen Behörden und Gemeindevertreter aber nicht  wirklich. Schade eigentlich, dass durch unfähige oder unwillige Lokalpolitiker und Beamte die Entwicklung der Umwelt- und Lebensqualität ganzer Gemeinden vorsätzlich behindert und verzögert wird.

Um den Bogen aber wieder zum Ereignis “Supermarkt” zu biegen: Ein guter Schritt und endlich mal ein echtes Angebot. Kostenlos parken vor dem Markt,  Bushaltestelle in der Nähe, normale Preise. Man, ich hätte nie gedacht, dass mir der Bau eines Supermarktes mal was positives abverlangen kann.

 

 

 

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